
WIE DU DIR SELBST UND ANDEREN VERZEIHEN UND DINGE IN ORDNUNG BRINGEN KANNST.
Ho’oponopono ist ein uraltes hawaiianisches Ritual zur Vergebung.
Traditionell wurde diese »geistige Reinigung«, bei der ein Priester verschiedene Riten und Gebete durchführte genutzt, um zwischenmenschliche Konflikte durch gegenseitige Vergebung zu lösen. Heute wird das Ho’oponopono als Selbst-Coaching-Tool genutzt. Zum Gedanken, Gefühle und Gedöns sortieren und gehen lassen, ist ein sehr kraftvolles Ritual.
Weil hey, läuft ja nicht immer alles glatt! Es gibt Situationen in unserem Leben, die wir später bereuen. Anderen gegenüber – und gegenüber uns selbst.
Vielleicht hätten wir uns gerne anders verhalten.
Vielleicht haben wir andere mit unseren Worten und Taten verletzt.
Und umgekehrt wurden wir verletzt, weil Menschen sich uns gegenüber vielleicht hätten anders verhalten sollen.
Wie auch immer: Aus ungelösten Konflikten entsteht Gedankenbullshitbingo vom Feinsten!
Und unsere Gedanken sind sehr machtvoll, denn sie erzeugen Gefühle. Schuld, Selbstvorwürfe, Reue, schlechtes Gewissen, Wut, Trauer und Angst bescheren uns Emotionen, die uns sogar körperlich belasten können. Mit dem Ho’oponopono können wir dieses Gedanken-Emotionen-Gewurstel einfach einfach loslassen, in dem wir anderen und uns selbst vergeben.
Das Ho’oponopono besteht aus diesen 4 Sätzen:
Es tut mir leid. Anerkennen, dass etwas nicht richtig gelaufen ist und die Situation annehmen, wie sie nun mal war.
Bitte verzeih mir. Die Bitte um Vergebung ist eine sehr starke Kraft in uns. Güte, Stärke, Verständnis, Sanftmut und ein großes Herz sind ihre Namen. Diese Kraft verbindet uns mit uns selbst und mit anderen.
Ich liebe dich. Das hat jetzt gar nichts mit den magischen 3 Worten aus Heiratsanträgen oder romantischen Filmszenen zu tun. Ich liebe dich, Gott, das Universum und ich liebe mich als Teil davon bedeutet, mit etwas verbunden sein, das größer sind, als wir selbst. Wir sind nicht mehr getrennt und kreisen in unserem Kopfkino – wir sind verbunden mit uns selbst.
Danke. Dafür, dass ich dieses Problem erkennen und auflösen durfte. Danke im Sinne von »amen« – so sei es.
Mehrfach hintereinander gesprochen ergeben sie einen Mantra (nach Dr. Hew Len).
Aufschreiben – verzeihen – verbrennen – frei sein. So nutze ich dieses Ritual für mich. Ich schreibe zu jedem Satz konkret meine Gedanken auf. Und gell – danach ist auch wirklich ein für alle mal gut mit der Sache! Es ist nicht mehr nötig, sich länger mit dieser Situation zu herumzuschlagen. Alle Beteiligten schließen Frieden – ganz allein durch dich, weil du mit dir selbst Frieden schließt. Danach fällt es mir leichter, andere offen um Verzeihung zu bitten oder Dinge anzusprechen. Einfach weil ich mit diesem Thema mit mir selbst d’accord bin.
So geht’s:
Schaffe dir einen ruhigen ungestörten Moment.
Gehe als Beobachterin gedanklich zu einem Konflikt, der dich belastet. Es kann eine Situation mit anderen Menschen sein – oder eine Situation, in der du dich selbst gerne anders verhalten hättest. Dir selbst oder anderen gegenüber.
Beschreibe zu jedem der 4 Sätze deinen Konflikt kurz und knapp.
Was tut dir leid? Bei wem entschuldigst du dich? Erkenne an, was nicht richtig gelaufen ist.
Was soll verziehen werden? Was verzeihst du dir selbst?
Was durftest du anerkennen? Was erfüllt dich mit Liebe oder Demut?
Wofür bist du dankbar? Danke dafür, dass du Vergebung ermöglichst.
»Danke« besiegelt die Vergebung mit dir selbst.
Verbrenne den Zettel. Nimm wahr, wie alles verfliegt, was dich belastet hat.
Hier kannst du dir eine Vorlage für dein Ritual herunterladen: